aufdemwegberlin_09

THE ARRIVING OF A TINY HOUSE | BERLIN

dt|engl

Ich habe seit einer Woche kaum geschlafen. Das Gewusel um das Tiny House und meinem Aufenthalt auf dem Bauhaus Campus Berlin beim Bauhaus Archiv in Berlin Mitte verlangten viel zeitliche Aufmerksamkeit und Nerven. Als ich mich auf den Weg nach Kappeln machte, um mein Tiny House nach Berlin zu begleiten, kam ich mir vor wie ein werdender Vater, der seine schwangere Frau zur Geburt ins Krankenhaus bringt und nur tatenlos dabei zusehen kann während das Baby sich auf den Weg macht. Obwohl ich mitpresste und schob, hatte ich das Gefühl, nichts machen zu können, außer mit der Kamera alles festzuhalten. Ich fühlte mich so nutzlos …

Am vergangenen Donnerstag kam ich morgens um 03:30 Uhr völlig übermüdet in Kappeln an. Lorenz und Tjark waren immer noch am Bauen und bereiteten das Haus für den Transport nach Berlin vor. Erst am Mittwoch hatten wir endlich den TÜV für den Trailer erhalten, der eine unglaubliche Entwicklung als Wechselbrückensystem und langem Austausch mit dem TÜV hinter sich hatte. Nun war die Plakette da und wir konnten nach einer extra Runde bei der Zulassungsstelle auf die Strasse. Freitag früh ging es in Richtung Berlin – mit Sturm, Regen und ordentlich Muffensausen. Bis wir in Berlin ankamen, brauchten wir geschlagene 11 Stunden.

tiny house
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tiny house
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Samstag, den 17. Juni, war einfach nur noch Aufregung! Ich bin schon vorgefahren und wartete am Campus auf das Tiny House, um Fotos von der Ankunft zu machen. Ich wechselte minütlich vom Sitzen ins Stehen ins Laufen ins Sitzen. Auf dem Campus waren unglaublich viele Leute und zitterten mit mir zusammen. Ich wurde gedrückt, festgehalten und mit Tränchen empfangen. Als das Tiny House auf den Campus bog, fühlte ich mich völlig verloren zwischen den vielen Eindrücken und wusste nicht wohin.

Nun ist es da und die Zeit so unglaublich schnell vergangen. Es fängt ein neues Projekt an, bei dem ich nicht genau weiß, wohin es geht. Ich habe so unglaublich viel vor, möchte wissen und lernen, möchte wandern und Neues erfahren. Ich freue mich auf die Zeit des Forschens und Bauens im Sinne der Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf die vielen Stunden in meinem Haus, mit anderen zusammen, die mir neuen Input geben und Wege aufzeigen. Nun zieht es ein, das HOUSE OF TINY SYSTEMS.

tiny house
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ENGLISH

I hardly slept since a week. The excitement around the tiny house and my stay at the Bauhaus campus Berlin at the Bauhaus archive in Berlin Mitte demanded a lot of time attention and nerves. When I was on my way to Kappeln to accompany my tiny house to Berlin, I felt like a expectant father who brings his pregnant wife to the hospital for birth and can only watch while the baby is on his way. Although I pressed and pushed, I had the feeling of not being able to do anything except to capture everything with the camera. I felt so useless…

Last Thursday I arrived at 03:30 am completely tired in Kappeln. Lorenz and Tjark were still building and preparing the house for  the transport to Berlin. Last Wednesday before we had finally received the TÜV for the trailer, which had an incredible development as an interchangeable bridge system and a long exchange with the TÜV behind it. Now the badge was there and we were able to go on the street after an extra round at the admissions office. Friday morning it went in the direction of Berlin -with storm, rain and tidy it. Until we arrived in Berlin we needed 11 hours.

tiny house
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Saturday, June 17th, was just an excitement! I’ve been ahead and waited for the tiny house on campus to take photos of the arrival. I changed every minute from sitting in standing into running in the sitting. On campus were incredibly many people and trembled with me. I was pressed, held down and received with tears. When the tiny house turned to the campus, I felt completely lost between the many impressions and did not know where to go.

Now it’s there and the time has passed so incredibly fast. It starts a new project where I don’t know exactly how it developes. I would like to do so much, want to know and learn, want to hike and learn new things. I look forward to the time of research and construction in terms of sustainability. I look forward to the many hours in my house, with others who give me new input and show ways. Now it moves in – THE HOUSE OF TINY SYSTEMS.

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